China Grand Finale – Ein paar abschließende Worte

Ich hoffe, ihr habt alle ein paar schöne Feiertage gehabt. Wie vor ein paar Tagen versprochen, möchte ich noch ein noch Fazit zu meiner Zeit in China ziehen. Also los.

Insgesamt war ich gute 4,5 Monate in China. Mittlerweile würde ich sagen leider nur 4,5 Monate. Es war eine großartige Zeit, ich habe unheimlich viel mitgenommen, viele tolle Leute kennen gelernt. Am Anfang stand ich dem ganzen ein wenig skeptisch gegenüber, und die ersten paar Wochen waren auch nicht ganz einfach. Eine neue Kultur, eine Sprache, die ich nicht verstanden hab (und auch heute nur sehr sporadisch versteh), einfach eine ganz andere Lebensart. Dazu noch in dieser riesen Stadt, die alles, was ich kannte, ganz gut in de Schatten gestellt hat. Das ewige Rumgerotze von irgendwelchen Chinesen, überall ist es laut, hier und da stinkts bestialisch, die Menschen sind rücksichtslos. Da kann man schon mal ein wenig frustiert werden.

Doch mit der Zeit gewöhnt man sich an Vieles, ändert seine Meinung zu Dingen. Man gewöhnt sich an die Lautstärke, findet heraus warum es wo stinkt, fängt an, die Eigenarten der Menschen zu verstehen. Man lernt neue Leute kennen, manche die hier schon länger leben, sogar den ein oder anderen Chinesen, und so langsam fängt das Ganze an, Spaß zu machen. Man amüsiert sich über das Gedrängel in der Metro, genießt das günstige und leckere Essen, und feiert sich die Seele aus dem Leib. Man fängt an, durchs Land zu reisen, guckt sich andere Städte an, lernt mehr über die Kultur, trifft noch mehr Leute. Und verliebt sich irgendwie in dieses Land, was einem vorher mal ganz schön ordentlich auf den Wecker ging.

Natürlich gibt es auch heute noch Dinge, die mir nicht so gut gefallen haben. Unser Hotelfrühstück kann ich wirklich nicht mehr sehen. Stinketofu ist immer noch nicht mein Ding. Und auf das ewige Rumgerotze kann ich auch sehr gut verzichten. Aber doch gehört es irgendwie zum Gesamtbild dazu. Ohne würde doch irgendwas fehlen.

Würde ich nochmal rübergehen? Auf jeden Fall. Wäre ich gerne noch länger geblieben? Sicherlich. Würde ich dahin auswandern wollen? Vermutlich nein. So 1-2 Jahr da hinten, vielleicht noch ein drittes, aber dann wär auch gut. Aber wer weiß, vielleicht ist das genauso wie mit dem 1. Monat und dem Rest der Zeit. Aber ich bin mir sicher, dass ich Shanghai nicht das letzte Mal gesehen habe. So ist zumindest meine Hoffnung.

Ich habe viele Freunde gefunden in China, viele zu denen ich auch jetzt noch Kontakt habe, zu manchen mehr, zu anderen weniger. Ohne sie wäre die Zeit nicht halb so toll gewesen. Tolle Menschen wie Monique, Terence, Nini, Alice, Mira, Julie, Easter, Paul, Ricky, Min Lin, Nelson, Miriam, Jana, Lio, Meike, Scott, Kris, und viele mehr. Bei euch möchte ich mich für die großartige Zeit bedanken. Auch wenn die Meisten das hier gar nicht lesen werden. Nicht zu vergessen die, mit denen ich auf diese große Reise oder auch nur Teile davon gegangen bin, Cori, Chris, Thomas, Caro, Veri, und viele mehr. Alle Leute die ich beim Rumreisen getroffen habe. Kristina, Wouter, Nicola, Enrico, Claire, Annie…. Wenn ich so drüber nachdenke, fallen mir immer mehr ein. Einfach der Hammer!

Was hab ich jetzt mitgenommen von da? Von der Uni bestimmt was, vom Arbeiten auch, aber ich glaube, dass das immernoch der kleinste Teil ist. Die Mensche, die Kultur, das Land an sich haben mir viel mehr gegeben, und dass ist das Wichtigste, was ich aus diesen leider nur 4,5 Monaten mitgenommen habe. Eine Zeit, die ich so schnell bestimmt nicht vergessen werde!

Und jetzt euch allen einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr!

Comments

  1. Danke dir für die tollen Berichte! Mich haben sie wirklich neugierig gemacht auf das Land, in das ich ohne dich (als unverbesserliche Syltfahrerin) nie gekommen wäre. Dank der Fotos hab ich auch tolle Infos gehabt über die Orte, die wir dann auch besichtigt haben. Es hat sich wirklich gelohnt und ich kann es nur jedem empfehlen.

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